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28.05.2015

Ein Funke springt über

Mitte Mai gaben die „Fighting Spirits“, das ungewöhnliche Musikprojekt der Kinderonkologie Düsseldorf, nach ihrem fulminanten Auftaktkonzert in ihrer Heimatstadt nunmehr ihr zweites Konzert im Rahmen der „KOMM-MIT-Tour 2015“ in der Münsteraner Veranstaltungshalle „Cloud“. Die Gruppe zeigte in einer besonderen  Mischung aus Lesungen und Musikstücken, wie wertvoll Leben ist und dass es sich lohnt, niemals aufzugeben. Auch das erst kürzlich entstandene Ensemble aus der Uniklinik Münster, das sich nach dem Düsseldorfer Vorbild in enger Zusammenarbeit gegründet hatte, gestaltete Teile des Abends und wusste das Publikum „mitzunehmen“. Die familiäre Atmosphäre vor und nach der Show ermöglichte intensive Gespräche, in denen sich die tiefe Bewegtheit und Begeisterung für die musikalische Leistung der Kinder und Jugendlichen widerspiegelten.

Wir sind anders, aber wir gehören dazu…

Christian sollte laut ärztlicher Diagnose nie mehr gehen können. Mit Kraft und Willensstärke hat er seiner Diagnose getrotzt und bewiesen, dass man alles schaffen kann: „Gib dich nicht auf!“ Er steht auf und geht selbstständig einige Schritte über die Bühne. Das Publikum belohnt dieses Zeichen von Willenskraft mit begeistertem Applaus. Bei seinem Cover-Solostück „Wolke Sieben“ wird er von fünf hübschen Background-Sängerinnen und der Band begleitet. Selbstbewusst genießt Christian SEINEN Moment.

Hanna erzählt von ihrem Hirntumor und den Spätfolgen: Sie trägt Hörgeräte, quält sich mit häufiger Übelkeit, doch sie ist geheilt. „Wir sind anders, aber trotzdem gehören wir dazu“, sagt sie. Leider sehen viele Jugendliche das nicht so, daher ist es schwierig, Freunde zu finden. Bei den Fighting Spirits erfährt sie Gemeinschaft und schließt Freundschaften. Stolz erklärt sie: „Und jetzt bin ich ein Spirit!“

Der eigene Song „Alles anders“ beschreibt die Situation der Kinder nach der Diagnose Krebs. Von einer Sekunde zur anderen verändert sich ihr Leben, alles zerbricht – und sie wünschen sich den Alltag zurück, wollen wieder normal sein.


Doch bei aller Betroffenheit spürte das Publikum nicht nur, was die Krankheit „nehmen“ kann, sondern besonders, was die Musik und die Gemeinschaft in der Lage sind zu „geben“. Die mitreißende Lebensfreude der fast 25-köpfigen Band ließ schnell den Funken überspringen; das fröhliche Musikvideo zu „Komm MIT“ begleitete alle lächelnd in die Pause des fast 2- stündigen Programms.

Zum Abschluss  brachte ein stiller Moment all diejenigen in Erinnerung, die nicht mehr dabei sein können – Gänsehaut und bewegende Tränen  ließen jeden darüber nachdenken, was wirklich zählt. Mit „Standing Ovation“ dankte das Publikum den Spirits für ihren starken Auftritt.

Es geht immer weiter ...

Die Bürgermeisterin Karin Reismann sicherte – sichtlich berührt – ihre Unterstützung für das noch junge Musikprojekt in Münster zu. Die Düsseldorfer Fighting Spirits  haben ihre Mission in Münster erfüllt. Unter www.fightingspirits.de finden sich weitere Termine der KOMM-MIT-Tour.

Seit kurzem gibt es auch ein eigenes Album, das auf den Konzerten großen Anklang findet. Doch nicht nur damit bleibt dieses Musikprojekt noch lange im Ohr...



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