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30.05.2018

Wichtige Trends im Medizinischen Informationsmanagement

Im Fokus des DVMD-Frühjahrssymposiums: Klassifikationen und Gesundheitsstatistik

DMI auf dem Frühjahrssymposium des DVMD

Anfang März lud der Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin (DVMD) e. V. zu seinem Frühjahrssymposium ein. Mit diesem Veranstaltungsformat bietet der Verband der Branche ein Update in den Jahren zwischen seinen großen zweijährlichen Fachtagungen. Zum Symposium kamen etwa 90 engagierte Dokumentare, Forscher, Lehrende und weitere Interessierte aus Deutschland und dem Ausland in Duisburg zusammen. In ihrem Fokus standen Klassifikationen und Gesundheitsstatistik. DMI engagierte sich bei den Fachdiskussionen mit seinen Fachleuten.

Die einheitliche Verschlüsselung von Diagnosen und Therapien im Gesundheitswesen ist für die Leistungsabrechnung von hoher Bedeutung. Sie bildet ferner die Basis für nationale wie internationale Gesundheitsstatistiken und für die Epidemiologie. Allgemein gültige Begriffssysteme sind die Voraussetzung.

Diesen Klassifikationen, Nomenklaturen, Ontologien, Taxonomien und Terminologien war die Veranstaltung gewidmet. So standen die drei WHO-Referenzklassifikationen ICD (International Classification of Diseases) für Diagnosen, ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) bei Behinderungen etc. und ICHI (International Classification of Health Interventions) auf der Agenda. Die ICHI dreht sich um Gesundheitsmaßnahmen, Prozeduren, OPs etc. Weltweit umgesetzte Klassifikationen gibt es allerdings bisher nicht, lediglich einige nationale Lösungen in Industrieländern. Deshalb sind auch keine internationalen Vergleiche möglich.

Mit der ICHI soll durch die Arbeit der WHO eine Klassifikation entstehen, die sich in weltweit einsetzen lässt. Sie wird eher einfach gehalten, damit auch Länder, die noch keine Klassifikation haben, sie nutzen können. Die ICHI soll Ende 2019 oder spätestens 2020 veröffentlicht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Frühjahrsymposiums lag auf dem internationalen Klassifikationssystem ICD-11. Als Instrument des öffentlichen Gesundheitswesens ermöglicht es Gesundheitsstatistiken, Informations- und Ressourcenverteilung sowie die Standardisierung von Behandlungen und Therapien. Die wichtigste Neuerung in der elften Revision ist die vollelektronische Nutzung.

Der Optimierungsbedarf, der Stand der Implementierung, die Nutzungsziele und die Interpretation von Gesundheitsstatistiken waren Themen der Vorträge weiterer Experten. Die DVMD-Vorsitzende Annett Müller resümierte: „Die medizinische Dokumentation ermöglicht den Austausch zwischen verschiedenen Anwendungsgebieten. So sind Klassifikationsthemen wichtige Werkzeuge für die inhaltliche Erschließung medizinischer Informationen, die bei unterschiedlichen Nutzern bei bestimmten Fragestellungen zum Einsatz kommen“.

Beitrag zur Optimierung dokumentationsbasierter Prozesse

Mehrwerte im Alltag der Leistungserbringung trug – aus Sicht eines Archivierungsdienstleisters – DMI zur Diskussion bei. Grundlage sind hier konsolidierte digitale Patientenakten aus papierbasierten und elektronisch erstellten Dokumenten sowie deren Integration in Softwareanwendungen. Die Nutzenvorteile ergeben sich insbesondere bei der Verschlankung und Beschleunigung dokumentenbasierter Prozesse etwa im Kontext der MDK-Prüffallbearbeitung. Unterstützung bei der Optimierung von Dokumentationsabläufen, die Archivierung von Patientenakten zu klinischen Studien und neue Möglichkeiten der strategierelevanten Auswertung von Patienteninformationen zählen zu den weiteren Vorteilen, die DMI in der Praxis umsetzt.

Auch bei der DVMD-Jahrestagung 2019 wird sich DMI für den Fortschritt in der Branche engagieren.



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