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17.01.2018

IT der Gegenwart bestimmt Einkäufer der Zukunft

Die digitale Patientenakte in der Materialwirtschaft: Expertenrunde (v.l.) mit Prof. Dr. Herbert Rebscher (IGV Research), Axel Riemer (DMI), Stefan Krojer (St.-Marienhospital Berlin) und Prof. Dr. Kurt Marquardt (Rhön-Klinikum AG).

Gut besucht waren die qualitativ hochwertigen Fachvorträge. Die Auswahl der Location sprach für sich.

Der Einkäufer der Zukunft sieht sich im Beschaffungsmanagement der Krankenhäuser deutlich veränderten Anforderungen gegenüber – er muss digitaler und prozessorientierter denken.

Darüber war man sich beim 9. Beschaffungskongress der Krankenhäuser in Berlin grundlegend einig. Bei diesem Jahresevent der medizinischen Materialwirtschaft tauschten sich am 6. und 7. Dezember in Berlin Einkäufer, Logistiker und IT-Leiter bei Expertenvorträgen in dreißig Fachforen und Workshops über die aktuelle Situation und die Herausforderungen der Branche aus. Die Beiträge unterteilten sich thematisch in die Handlungsfelder Professionalisierung, Digitalisierung, Recht, Finanzierung und Innovation.

Für DMI war besonders das Feld der Digitalisierung relevant. Im Forum zum Thema „Die elektronische Patientenakte - Stand und Entwicklung und Anforderungen an die Materialwirtschaft“ stellte sich Axel Riemer, Leiter der Unternehmenskommunikation bei DMI, der Debatte. Mit beiden Diskussionspartnern Stefan Krojer, Wirtschafts-und Versorgungsleiter im Berliner St.-Marienhospital, und Prof. Dr. Kurt Marquardt, IT-Leiter der Rhön-Klinikum AG, entstand nach einer Einführung zum bestehenden „Archivar 4.0“ ein lebhafter Diskurs um den künftigen „Einkäufer 4.0“. Mit absichtlich provokanten Thesen lockten die Diskutanten einander aus der Reserve, während Prof. Dr. Herbert Rebscher vom Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung (IGV Research) die Beiträge moderierte.

Im Kern war man sich dennoch einig – die digitale Transformation betreffe alle Mitarbeiter eines Klinikums. Dementsprechend sollten auch im Beschaffungsmanagement die medizinischen Prozesse des Krankenhauses bekannt sein. In Zukunft werde bei großen Einkaufsentscheidungen nicht mehr so oft der Preis das Entscheidungskriterium für den Zuschlag sein, denn das Preisniveau der Anbieter gleiche sich oftmals an. Viel wichtiger sei die Integration in die gesamte IT-Architektur und somit die Verbesserung der Gesamtprozesse. Das Archiv mit der digitalen Patientenakte solle dabei ins Zentrum der klinischen Prozesse rücken, an dem sich alle anderen IT-Systeme orientieren sollten, so Prof. Dr. Marquardt. Die Digitalisierung hat für den Einkäufer vor allem ökonomische Vorteile. Es können anonyme Daten erhoben werden, die beispielsweise bei der Wiederbeschaffung von Verbrauchsmaterialien und Medikamenten zu verschlankten Prozessen beitragen. Riemer betonte, dass die technischen Voraussetzungen für den „Einkäufer 4.0“ schon existieren. Die inhaltliche Erschließung der Akten und die Bereitstellung von anonymisierten, strukturierten und unstrukturierten Daten wäre mit einem Archivierungsdienstleister möglich, jedoch die Interpretation der Daten sei anwenderabhängig. Große Kliniken haben meist selber die Ressourcen, um die bereitgestellten Daten verwertbar zu machen. Für kleinere Häuser müsse man individuell eine andere Lösung finden. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, engagiert sich DMI in der anwendungsorientierten Forschung.



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