5 Fragen an den DMI Wirtschaftsinformatiker und „archiv24“-Projektleiter Hannes Zehrer
"archiv24“ heißt die neue Produktentwicklung des DMI. Worin liegen die wesentlichen Neuerungen? Archiv24 ist ein sehr flexibles Archivkonzept, mit dem sich sowohl physische als auch digitale Dokumente in verschiedensten Dateiformaten verwalten lassen. Der Hauptvorteil für den Kunden liegt darin, dass die komplette Infrastruktur im hochverfügbaren DMI Rechenzentrum gehostet wird. Es steht somit in kürzester Zeit, ohne Investitionskosten und ohne Wartungsaufwand ein komplettes, revisionssicheres Langzeitarchiv zur Verfügung.
Der Name „archiv24“ lässt vermuten, dass es sich hierbei um Archivierungs-Service jenseits von „Zeit“ und „Raum“ handelt. Wenn ja, wie kommt der Arzt an die gewünschte Patientenakte/Information (Stichwort Versorgung)? Zur Nutzung von archiv24 stehen ein browserbasierter Webclient sowie ein .Net Windowsclient zur Verfügung. Der Aufruf der Applikation kann in das bestehende KIS System integriert werden, so dass keine separate Anmeldung nötig ist. Digitale Daten können sofort angezeigt werden, physische Dokumente wie z.B. nicht digitalisierte Patientenakten können direkt aus der Applikation angefordert werden. Das Archiv steht an 7 Tagen in der Woche, 24 Stunden pro Tag, zur Verfügung.
Eine der häufigsten angewendeten Verfahren der elektronischen Archivierung ist das Hybrid-Verfahren, also das Scannen der Patientenakte und die digitale Verfügbarkeit, sowie das analoge Back-up auf Mikrofilm. Geht „archiv24“ hier neue Wege? Für die revisionssichere Archivierung der Daten werden akkreditierte Zeitstempel und revisionssichere Speichermedien verwendet. Dies geschieht automatisch und für den Anwender transparent im DMI Rechenzentrum. Ein zusätzliches Backup auf Mikrofilm wird vom DMI natürlich weiterhin angeboten.
Wen sprechen Sie mit der neuen Entwicklung an, für wen ist „archiv24“ gemacht? Archiv24 ist sehr interessant für alle Kunden, die ein flexibles Archivsystem ohne hohen Investitions- undAdministrationsaufwand zu klar kalkulierbaren Kosten suchen. Dies können sowohl kleinere Krankenhäuser mit wenigen IT Mitarbeitern sein als auch Kunden mit einem vorhandenen Archivsystem, die ihre Daten zusätzlich beim DMI revisionssicher und langfristig einlagern möchten. Die Abrechnung erfolgt monatlich anhand des tatsächlichen Verbrauches an Bandbreite und Speicherplatz sowie der Anzahl der aktiven Benutzer.
Welche Infrastruktur muss im Krankenhaus vorhanden sein bzw. geschaffen werden, um „archiv24“ nutzen zu können? Es ist keine aufwändige Infrastruktur im Krankenhaus erforderlich. Neben einem Webbrowser oder der Clientsoftware auf den Arbeitsplätzen werden Schnittstellen zu den vorhandenen KIS Systemen sowie eine S2S VPN Verbindung zum DMI benötigt. Anschließend steht der Zugriff auf archiv24 zur Verfügung.